Im April 2026 machte sich unser Kurs „Gegen das Vergessen“ unter der Leitung von Timo Schlegel für fünf Tage auf den Weg nach Krakau. Schon vor der Fahrt war uns bewusst, dass diese Studienreise etwas Besonderes werden würde. Rückblickend können wir sagen: Krakau war weit mehr als nur eine Studienfahrt. Die Eindrücke, Gespräche und Erfahrungen werden uns noch lange begleiten.

 

Bereits am zweiten Tag lernten wir Krakau als eine Stadt voller Geschichte kennen. Während der Stadtführung durch die Altstadt und auf den Wawel begegneten wir beeindruckenden Bauwerken und historischen Plätzen. Interessant war auch der Besuch der „Krakauer Unterwelt“, bei dem wir tief in die Geschichte der Stadt eintauchen konnten.

Am Dienstag beschäftigten wir uns intensiver mit der jüdischen Geschichte Krakaus. Im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz und im Bereich des früheren Ghettos wurde uns deutlich, dass hinter historischen Ereignissen immer menschliche Schicksale stehen. Besonders bewegend war das Gespräch mit der Zeitzeugin Rena Ram.

 

Trotz der intensiven und emotionalen Programmpunkte gab es auch Momente, die uns als Gruppe enger zusammengebracht haben. Beim gemeinsamen Bowling konnten wir den Tag ausklingen lassen, miteinander lachen und die vielen Eindrücke gemeinsam verarbeiten.
Der wohl prägendste Tag der Fahrt war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau am Mittwoch. Die Dimensionen des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers zu sehen, war für viele von uns schwer in Worte zu fassen. Besonders eindrücklich blieb uns ein Ausstellungsraum in Erinnerung, in dem Aufnahmen jüdischer Familien vor der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt wurden: Menschen im Alltag, lachende Kinder, Familienfeiern. Gerade das Wissen darüber, was später geschah, machte diesen Moment besonders bewegend. Viele von uns waren still und nachdenklich.




Die Studienfahrt hat uns gezeigt, dass Geschichte nicht nur aus Jahreszahlen und Fakten besteht. Sie betrifft Menschen. Genau deshalb war „Gegen das Vergessen“ für uns nicht nur der Name unseres Kurses, sondern eine Aufgabe, die durch diese Reise greifbar geworden ist.
Am Donnerstag traten wir die Rückfahrt an – mit vielen neuen Eindrücken, Gedanken und Gesprächen im Gepäck. Wir sind dankbar, dass wir diese wichtige Erfahrung machen durften.
Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein unserer Schule sowie der Landesregierung, die diese Studienfahrt unterstützt und ermöglicht haben.