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Ganove
nicht immer der Gärtner
Kein Blutvergießen sondern
Lachtränen waren Folge der beiden Aufführungen der Theater AG am
Samstag und Sonntag, den 10. und 11. November.
In "Keine Freunde! Keine Feinde!"
einer "Kriminalkomödie
ohne Blutvergießen" von B. Peters wurden bekannte Klischees vergnüglich
gemischt, nicht zuletzt dank der
ausgezeichneten Leistungen der Theater AG unter der Leitung von Barbara
Gerlach und Kristina Schröder.
„Hier passieren einfach keine Verbrechen“, beklagt sich der leicht
begriffstutzige Sergeant East gleich zu Beginn. Doch weit gefehlt, denn
Lizzie (Hannah E. Kurtze), verwöhntes aber zugleich vernachlässigtes
Kind der neureichen Halloways, wird plötzlich entführt. Auf der Suche nach
Spielkameraden, wird sie, angelockt von Anne, von den Ganoven Little Billy,
Big Jack und Middle Mark (Sarah Klasing, Milana Ledowski, Cameron Smout)
in einen Kellerraum gesperrt.
Butler James (Tristan von Dahlen) muss die Halloways (Ayleen
Strunk, Sven Hage) erst unmissverständlich auf die Entführung ihrer
Tocher hinweisen. Knapp bei Kasse und eigentlich mehr dem Whiskey als
Ermittlungen zugetan, tritt der dilettantische Privatdetektiv Bluewater (Genephe
Mäder) in Aktion und bohrt dazu die obligatorischen Löcher in eine
Zeitung. Wertvollere Unterstützung erhält er von seiner Tante Lady Honeybell.
Die Lösegeldforderung ist gestellt, der Plan scheint aufzugehen, wenn da
nicht ein gutmütiger Trottel und eine pfiffige Nervensäge wären. Weil Little
Billy nicht mit ihr spielen will, droht Lizzie ihm an, nichts mehr zu essen
und die Luft anzuhalten. Ihr Bewacher kauft ihr deshalb im Dorfladen
Spielsachen und macht sich prompt verdächtig.
Schließlich führt Anne (Rania Mani) den Detektiv zum Versteck. Die
Sergeants East und Smith (Jennifer Seidel, Lina-Marie van Capelle)
kommen gerade recht zur Befreiung von Lizzie und nehmen die Ganoven fest.
Täter im Hintergrund war diesmal aber nicht der Gärtner, sondern der stets
korrekte und diensteifrige Butler James, Auftraggeber der Entführung. Er
wollte eine alte Rechnung mit Mr. Halloway begleichen, der ihm seine
Jugendliebe, Mrs. Halloway, ausgespannt hatte.
Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler und auch Ehemalige ließen sich von
der gekonnten Spielfreude und dem spannenden Verlauf schnell anstecken und
belohnten die Darsteller und ihre zahlreichen Helfer im Hintergrund mit
begeistertem Applaus. Intensive Proben, konzentriertes Lernen, aufwändig und
liebevoll hergestellte Kulissen haben sich für die über 20köpfige
Theaterschar und die Zuschauer mehr als bezahlt gemacht. Somit gelohnt hat
sich auch manch großes oder kleines Lampenfieber.
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