Schüler der Moskauer Partnerschule
bereits zum 3. Mal zu Gast in Detmold

 

 

 

Vom 9. bis zum 18. Oktober waren Schülerinnen und Schüler der 1004. Schule in Moskau bereits zum dritten Mal bei uns zu Gast.

 

Bereits das erste Zusammentreffen in der Realschule I war von großer Herzlichkeit geprägt. Für die Eröffnungsveranstaltung dieser internationalen Begegnung in der Aula hatten sie unter anderem den traditionellen russischen Tanz „Kalinka“ einstudiert. Der temporeiche Vortrag in echten russischen Trachten rieß die Zuschauer zu mehreren Wellen der Begeisterung hin.

 

 

 

Schulleiter Wolfgang Kohlitz begrüßte die Offenheit und Freundlichkeit der Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Austausch. „Dieses Mal sind auch bei den deutschen Schülern mehr Jungen vertreten“, schmunzelte der Schulleiter. „Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass russische Mädchen keineswegs nur lange Röcke und Zöpfe tragen.“

 

Den Anfang der abwechslungsreich gestalteten Tagesprogramme bildete der Besuch beim Bürgermeister, wo die Austauschschüler willkommen geheißen wurden. „Dies ist inzwischen schon eine richtige Tradition“, so der stellvertretender Bürgermeister Gerd Röttgen.

 

 

Nachdem die Schülerinnen und Schüler dort viele interessante Informationen über die Stadt Detmold erhalten hatten, erkundigten sich die russischen Gäste danach, wann die Stadt Detmold gegründet wurde und stellten fest, dass Moskau ungefähr genau so alt ist, wie Detmold, nämlich ca. 740 Jahre - halt nur ein klein wenig größer.

 

Dafür punktete beim späteren Rundgang die Detmolder City mit ihren vielen, kleinen alten Häusern und der Ruhe, die vielen Schülern besonders auffiel. Niemand vermisste die sonst gewohnte Großstadthektik.

 

Valentin Bogdanov, der begleitende Deutschlehrer, bedankte sich für den herzlichen Empfang und die besondere Detmolder Gastfreundschaft. Er ist ebenfalls zum 3. Mal mit von der Partie. „Die russischen Schülerinnen und Schüler freuten sich sehr auf diese Reise, denn sie schätzen die deutsche Sprache und Kultur sehr“, sagte Bogdanov. „Wenn sie wieder zuhause sind, werden sie ungeduldig auf den Gegenbesuch aus Detmold warten.“

 

Bevor sich die Moskauer Jugendlichen ins Gästebuch der Stadt Detmold eintrugen, brachten Sie mit dem Vortrag eines traditionellen russischen Liedes ihre Freude über den herzlichen Empfang zum Ausdruck.

 

 

In den kommenden Tagen besuchten sie den Kletterpark am Hermannsdenkmal und den Vogelpark in Heiligenkirchen. Führungen brachten Ihnen die Innenstädte von Detmold und Münster näher, aber es blieb auch genügend Zeit für typisch deutsche Tätigkeiten wie z.B. Shopping.

 

An einigen Vormittagen nahm man am Unterricht teil. Besonders die Mädchen ließen sich vom Chemie-Workshop begeistern, wo sie sich eine eigene Pflegecreme herstellen konnten.

 

Zum umfangreichen Programm gehörte natürlich auch genügend Zeit in ihren Gastfamilien um weitere typische deutsche Gebräuche kennen zu lernen. Beim Kaffeetrinken waren viele von den Keksen und der Schokolade begeistert. „So eine Auswahl an Keksen gibt es bei uns nicht“, meinten sie. Ansonsten gab es beim Essen weniger Unterschiede als zu vermuten gewesen wäre. „Spaghetti Bolognese“ scheint international zu sein. Nur das Brot und die Würstchen würden hier viel besser schmecken, war die einhellige Meinung.

 

Bevor die Moskauer Gäste dann schweren Herzens die Rückreise antraten, unternahmen sie am letzten Tag ihres Aufenthalts noch einen praxisorientierten kulinarischen Ausflug in die deutsche Küche. Sie stellten selbst - unter der Leitung von Frau Hoffmeister - Kartoffelpuffer mit Apfelmus her. Das Ergebnis erwies sich als sehr wohlschmeckend und wurde von allen mit großem Appetit verspeist.

 

 

 

 

 

Der anstehende Start zum Rückflug am nächsten Tag wurde durch das leicht erhöhte Fluggewicht der Schülerinnen und Schüler nicht sonderlich behindert. Beim Einstieg in den Flieger kam allerdings auf beiden Seiten ein wenig Traurigkeit auf, schließlich haben alle Beteiligten das intensive Miteinander während dieser Begegnung mehr als genossen.

 

G.G. 10/2007