Ausstellung der Klassen 5a und 6a in der Cafeteria im Gildezentrum

Einmal Spaghetti, aber bitte mit viel Kunst...

Am Anfang stand die Anfrage von Herrn Schwarze, Koch der Cafeteria im Gildezentrum, ob die Realschule I Detmold die Cafeteria künstlerisch ausgestalten könnte. Die Vorsitzende der Fachschaft Kunst, Friederike Hunke, griff nach einem Ortstermin in der Cafeteria die Idee auf und baute eine gerade laufende Unterrichtseinheit in den Kunstklassen 5a und 6a zu einem geeigneten Projekt aus.

Zunächst wurden Abbildungen von Nanas der Künstlerin Niki de Saint Phalle betrachtet und erkundet. Nanas sind überdimensionale Frauengestalten, freundlich und farbenfroh, die an alte Kulturen und Göttinnen erinnern. Und nun ging es los: In Kleingruppen entwarfen die Schülerinnen und Schüler eigene Nanas, die sie großformatig auf Karton mit Acrylfarben malten.

Im nächsten Schritt stellten sie plastische Nanas her: Auf einem Drahtgestell wurde mit Kleister und Papier eine Oberfläche hergestellt, die später grundiert und bemalt wurde. Beide Aufgaben wurden mit Begeisterung angenommen, und es entstanden sehr eigenwillige, phantasievolle und eindringliche Figuren unterschiedlichster Art.

 

 

 

Die neu gewonnenen  Erfahrungen wurden nun auf andere Objekte übertragen, indem interessante Flaschen gesammelt und zu ganz eigenwilligen „Flaschenpersönlichkeiten“ gestylt wurden, indem sie farbig gefüllt, dekorativ beklebt und auch bemalt wurden. Im nächsten Schritt komponierten die Schülerinnen und Schüler die Flaschen vor interessanter Umgebung zu Stillleben und fotografierten sie. Dabei entstanden Fotos, die an mediterrane Gärten und verträumte Sommertage erinnern.

Die z. T. digital bearbeiteten Fotos wurden nun zu Titelbildern auf den Umschlägen für Speisekarten der Cafeteria im Gildezentrum. Zusammen mit den Flaschen stellen sie die Tischdekoration dar, zwischen den Nanas an den Wänden und auf Pflanzenständern. Ergänzt wird der künstlerische Rahmen noch durch Fotodokumentationen zu den einzelnen Arbeitsprozessen in großformatigen Rahmen.

Damit haben die Kunstklassen die Cafeteria zu einem „Environment“, einem Kunstraum, gestaltet für einen vielfältigen Genuss der Besucher, die sich von der Küche verwöhnen und den Kunstwerken verzaubern lassen können. Kommen Sie vorbei und erleben Sie es selber!

F. Hunke/ G.Gieseking, 8/08