Neue Perspektiven  -

Kooperation zwischen
der Realschule I
und
Kaufland Detmold geschlossen

 

 

(von links:) Selim Özdemir (Kaufland), Dr. Christoph Merschhemke (Institut „Unternehmen und Schule“) und Schulleiter Wolfgang Kohlitz unterzeichnen den Kooperationsvertrag.

 

 

Bericht der Lippischen Landeszeitung vom Freitag, 8. April 2011, Seite 11

 

Die Realschule I und die Detmolder Kaufland-Filiale haben ein Abkommen zur Berufswahlorientierung der Schüler getroffen. Die Partnerschaft, die am Mittwoch unterzeichnet wurde, soll Schülern andere Berufswege aufzeigen und dem Handelsunternehmen geeigneten Nachwuchs bringen.
 

Das Gesamtkonzept umfasst verschiedene Bausteine. So soll die Detmolder Hausleitung des Handelsriesen Kaufland ihr Unternehmen den Schülern vorstellen. „Im Gegenzug sollen Schüler Strukturen und Prozesse des Unternehmens praktisch kennen lernen“, verdeutlichte Dr. Christoph Merschhemke vom Institut „Unternehmen und Schule“, das die Kooperation unterstützt. In einem weiteren Schritt sollen sich die Schüler dann auf eine virtuelle Stellenausschreibung bewerben und auf ihre Bewerbung beziehungsweise ihre Präsentation im Vorstellungsgespräch dann von den Profis auch eine Rückmeldung erhalten. Außerdem ist geplant, dass Schüler sich zu verschiedenen Unterrichtsthemen im Markt sachkundig machen können.

 

Schulleiter Wolfgang Kohlitz verspricht sich davon mehrfachen Nutzen. Zum einen könne den Schülern in der Praxis viel deutlicher die Bedeutung von Zinsrechnung oder wirtschaftlichen Zusammenhängen vor Augen geführt werden, zum anderen könnten sie den Handel als potentiellen Arbeitgeber neu kennen lernen. Denn oftmals gelte Einzelhandel als nicht besonders attraktives Berufsfeld. „Wenn wir den Schülerinnen und Schülern so eine neue Chance eröffnen können, ist das prima. Es ist teils fatal, wie viele Schüler nach der 10. Klasse weiter zur Schule gehen, nur weil sie keine Vorstellung haben, was sie mit dem Zeugnis sonst noch machen können“, sagte Kohlitz.
 
Kaufland hingegen sei als schnell expandierendes Unternehmen auf neue Fachkräfte angewiesen und entsprechend daran interessiert, Nachwuchs zu gewinnen, verdeutlichte Christoph Merschhemke. Oftmals würden in Handelsunternehmen schon Azubis am Ende der Lehrer ganze Warenbereiche anvertraut.
 

Das bestätigte Selim Özdemir (29), stellvertretender Hausleiter in Detmold. Nach dem Wirtschaftsabitur auf der Höheren Handelsschule habe er eine Einzelhandelsausbildung begonnen, obwohl Handel zunächst auch nicht sein Traumberuf gewesen sei. Nach der Lehre 2007 wurde er Warenbereichsleiter und 2010 stellvertretender Hausleiter, der 20 Angestellte zu führen hat. Fleiß, Disziplin, Motivation und ordentliche Noten seien Grundvoraussetzungen für eine Karriere im Handel. Özdemir sicherte der Schule zu, dass die Filiale die Kooperation mittragen werde.

 

 

Selim Özdemir und Wolfgang Kohlitz freuen sich auf gute Zusammenarbeit.

 

 

Die Kooperationspartner: (von links:) Selim Özdemir, Dr. Christoph Merschhemke, Sven Lehmann (Berufswahlkoordinator) und Wolfgang Kohlitz.

 

GG 04/11