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Liebe Eltern,
die
Realschule I wird seit Sommer 2009 schrittweise zur Ganztagsschule ausgebaut.
Im kommenden Schuljahr haben wir die
Jahrgangsstufen 5 bis 7 im gebundenen Ganztagsbetrieb.
Nachfolgend
informieren wir Sie über wesentliche Neuerungen und Entwicklungen.
Wie
alle übrigen weiterführenden Schulen sah sich die Realschule I vor die Wahl
gestellt, zwischen gebundenem Ganztag und Übermittagsbetreuung
zu entscheiden. Bei unserem Antrag für den verlässlichen Ganztag an drei
Tagen haben wir uns von folgenden Überlegungen leiten lassen:
1. Was heißt GEBUNDENER GANZTAG?
Gebundener Ganztag meint die Erweiterung des Schulbetriebs verbindlich
über 7 Zeitstunden (bis 14.45 Uhr), und zwar am Montag, Mittwoch und
Donnerstag. Die zwingend vorgeschriebene Verweildauer von Schülerinnen und
Schülern bei einem Ganztagsbetrieb unterscheidet sich damit nicht wesentlich
von der bei den übrigen Schulen.
Alle Schulen in NRW müssen ab dem 1.2.09 nach der 5. bzw. 6. Stunde eine
einstündige Mittagspause einlegen und damit zwingend Nachmittagsunterricht
einrichten. Bei 32 bis 33 Wochenstunden in den verschiedenen Jahrgängen
bedeutet die Vorgabe des Ministeriums Unterricht an zwei bis drei Wochentagen
von 14.00 bis 14.45 Uhr (nach einer entsprechenden Pause von 13.00 bis 14.00
Uhr bzw. 12.10 bis 13.10 Uhr).
a)
Dabei wird auch die heute gültige Stundentafel für den verbindlichen
Unterricht beibehalten und stellt die Vergleichbarkeit mit jeder
„Vormittagsschule“ sicher.
b) Der erweiterte Zeitrahmen
ermöglicht einer Ganztagsschule eine Vielzahl von Angeboten. Sie liegen
- im Förderbereich (z. B.
Deutsch, Mathematik, Französisch, Naturwissenschaften), um Defizite
aufzuarbeiten und um besondere Begabungen zu unterstützen,
- in einer differenzierten
Ausweitung der Projekt- und Schwerpunktbereiche unseres Schulprogramms
(Kunst, Musik, darstellendes Spiel, Naturwissenschaften) durch
Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften,
- in einer verstärkten Öffnung
der Schule mit ihren Angeboten gegenüber dem Berufsleben und der
Wirtschaft unserer Stadt (z. B. auch unter Einbeziehung von Eltern an
Projekten aus ihren beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen heraus).
2. Gestaltung des GANZTAGS
Eine Rhythmisierung des Schulalltags wird dadurch erreicht, dass
verbindlicher Unterricht auch nachmittags stattfindet. Gleiches gilt für die
Arbeitsstunden (angeleitete Übungsstunden mit Erledigung von Hausaufgaben)
sowie für den Förderunterricht. Übergreifend wird eine Rhythmisierung durch
den Wechsel von Arbeits-/Lernphasen mit Kreativ- und Entspannungsphasen
ermöglicht.
Auch im normalen Realschulbetrieb
übersteigt der Unterricht die 30 Wochenstunden, so dass ein Ausdehnen in den
Nachmittag notwendig wird. Die konzeptionelle pädagogische Gestaltung zum
rhythmisierten Ganztag eröffnet jedoch eine abwechslungsreiche und
vielfältige Erweiterung im Bildungsangebot, die sich auf unseren Erfahrungen
mit Klassen(stufen), Fächern und Leistungen aufbaut.
3. Ziele für Schule und Elternhaus
Mit der zeitlichen Ausdehnung und Umgestaltung nimmt die Schule ihren
Bildungsauftrag besser wahr und zwar
- in der individuellen
Förderung,
- in einem wesentlich
erweiterten Themenspektrum,
- in erweiterter Gruppenbildung
(Kreativ-, Sport- und Essgruppen) mit Blick auf die Intensivierung der
sozialen Kompetenzen,
- in altersübergreifenden
Arbeits- und Lerneinheiten zum Lernen untereinander und zur Förderung
der Teamfähigkeit,
- im längeren persönlichen
Kontakt zwischen Lehrkraft und Kind und der damit gewonnenen vertieften
Einsicht in die individuelle Befindlichkeit.
Die freien Nachmittage und der Abschluss der
verbindlichen Ganztagszeiten um 14.45 Uhr sichern einen breiten Raum für
Familie und Elternhaus und ermöglichen ohne zeitliche Enge die Pflege von
Freundschaften, Freizeitgestaltung und privater Weiterbildung (z. B.
Instrumentalunterricht, Vereinssport,…). Allerdings bietet die Schule über
die Zeit von 14.45 Uhr hinaus Wahl- und Förderangebote an (Orchester, Theater
-AG, naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften).
Letztlich eröffnet sich damit dem
Kind die Chance, den kindlichen Alltag intensiver und positiver zu gestalten.
4. Voraussetzungen
Um die hier skizzierten,
erweiterten Angebote umsetzen zu können, wird die Schule baulich erweitert
bzw. verändert. Der Neubau einer Mensa (Fertigstellung im Frühjahr 2010) ermöglicht
eine gute Mittagsversorgung. Der Umbau im bestehenden Gebäude
(Selbstlernzentrum, Ruheraum, neuer Musikraum, Bücherei sowie diverse
Nebenräume) stellt die deutlich verbesserte Betreuung in der Mittagspause
sicher (Abschluss der Bauarbeiten bis Ende des laufenden Schuljahres).
Bei einer Übermittagsbetreuung stehen Schulen
unserer Größe, die sich nicht für den Ganztag entscheiden, für Betreuungsangebote
max. 30000 Euro bzw.18 Lehrerstunden zur Verfügung, beim gebundenen Ganztag
erhält die Realschule I dagegen einen Zuschlag von mehr als 7 Lehrerstellen
bzw. gut 200 Lehrerstunden.
Wir freuen uns darauf, die neuen Möglichkeiten zusammen mit Ihren Kindern
nutzen zu können.
Mit freundlichem Gruß
Schulleitung und Kollegium der Realschule I
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