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Bilderflut an der Realschule
Ein ungewöhnliches Bild bietet sich in der letzten Zeit an der Realschule I. Eifrige Schülerinnen und Schüler sind mit hochwertigen Digitalkameras bewaffnet unterwegs und fotografieren ihre Mitschüler, die wiederum seltsame Körperhaltungen einnehmen oder ständig irgendwelche Grimassen schneiden. Seltsam und ungewöhnlich jedoch nur für den unwissenden Betrachter.
Die neuen Digitalkameras verdankt der Fachbereich Kunst der Auszeichnung im Rahmen des regionalen Sparkassenwettbewerbs „Schule macht Zukunft.“ Des Betrachters Rätsel Lösung: Im digitalen Bild festgehalten und später mit „Spruchblasen“ versehen werden selbst entworfene Szenen für Fotoromane.
Der Projektvorschlag „Fotoromane von Jugendlichen zum Rahmenthema: „Wir über uns“ hatte den Juroren des Wettbewerbs so gut gefallen, dass sie ihn über die ausgeschriebene Höchstförderung hinaus prämierten. Von diesem Förderbetrag konnte die Fachschaft Kunst Digitalkameras und weiteres Material für die Hand der Schülerinnen und Schüler anschaffen.
Anlässlich der offiziellen Übergabe des Förderpreises am Mittwoch, den 6. Februar präsentierten die Kunstkurse der Klassen 9 und 10 sowie die Kunstklasse 6a stolz erste Ergebnisse. Nicht nur Filialbereichsleiter Michael Kungel war von der Qualität der Arbeiten mehr als begeistert. Eine praktische Bestätigung für das Wettbewerbsengagement des Geldinstituts in der Region, ein so motivierendes und kreatives Arbeiten in Schulen zu fördern und zu unterstützen.
Die Schülerinnen und Schüler der 6a zeigten voller Stolz T-Shirts mit selbst entworfenen Motiven. Sie hatten eigene Bilder und Entwürfe zum Thema „Nanas“ aus allen Blickwinkeln fotografiert, das beste Motiv diskutiert, ausgewählt und dann eigenhändig auf die T-Shirts aufgebügelt.
Von der ersten Idee über die Fotos bis hin zum Zusammenfügen von Bildern und Text realisierte die Kunstgruppe der Jahrgangsstufe 10 spannende Fotoromane - alles in eigener Regie. Sie setzten sich dabei mit eigenen Probleme und Erfahrungen aus den Bereichen Krankheit in der Familie, Diebstahl, Frust in der Schule und natürlich Liebeskummer auseinander. Selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten und natürlich besonders viel Spaß an dieser Form des Lernens inbegriffen.
Schule macht also wirklich Zukunft, in vielen kleinen Schritten, denn das Projekt an der Realschule I beschreitet neue Wege kreativer Gestaltung und vermittelt den Schülerinnen und Schüler jede Menge neuer hautnaher Erfahrungen. 15.02.08 G. Gieseking
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