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Unser Besuch der Slough
Grammar School London
Donnerstag, 18.September
Am Donnerstagnachmittag trafen wir uns um 13:00 Uhr am Flughafen Paderborn Lippstadt. Wir, das waren: Carla Vonhaus 8c, Sebastian Knehe 8e, Marielle Thevissen 7a, Abdullah Khalid 7b, Hanna Brand 7c, Linda Finkler 7c, Katharina Rusch 7c, Christoph Betge 7b. Und natürlich die wichtigste Person auf unserer Reise, unsere Englischlehrerin Frau Shatliff, die alles perfekt vorbereitet hatte.
Unsere Eltern und wir waren ziemlich aufgeregt und während die Mädchen unbedingt noch ihre Plätze tauschen wollten, um sich nicht eine Minute von ihrer Freundin trennen zu müssen, hatte Frau Shatliff Stress am Schalter, weil die Passkontrolle in einem Fall Probleme machte.Wir sind aber alle mitgekommen und landeten glücklich in London.
Mit einem Kleinbus ging es dann weiter zu unserer Partnerschule, der Slough Grammar School. Es ist eine besondere Schule, in der sehr viele Sprachen unterrichtet werden und in der die Kinder den ganzen Tag verbringen. Die Familien der Schüler stammen aus sehr vielen unterschiedlichen Ländern, wie zum Beispiel aus Indien. Hier trafen wir unsere Austauschschüler, die wir ja von deren Besuch bei uns in Detmold schon kannten. Jeder fuhr jetzt mit seiner Familie nach Haus und lernte dort die ganze Familie kennen. Meine Gastfamilie heißt Fox und wohnt in einem schönen kleinen Haus in einem Vorort von London. Die Familie, das sind die Eltern und ihre 2 Söhne (Joseph und Anthony) im Alter von 12 und 5 Jahren. Ich habe mich bei ihnen gleich sehr wohl gefühlt, weil sie sehr nett zu mir waren und wir uns auf englisch gut verständigen konnten.
Freitag, 19.September
Am Freitag nahmen wir zuerst am Unterricht in der englischen Schule teil. Danach gingen wir durch den Ort Slough und fuhren mit der Bahn nach London. Dort besuchten wir mit der englischen Lehrerin Frau Samson und mit Frau Shatliff weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie das Britische Museum, den Buckingham Palast, Houses of Parliament, Big Ben und vieles mehr. Mittags haben wir die leckeren Lunchpakete unserer Gasteltern gegessen. Der Tag war einfach super spannend, toll, aufregend und unvergesslich. Unsere Partnerschüler waren auch begeistert, wir haben uns gut verstanden und viel mehr miteinander gesprochen als noch im Sommer in Detmold. Am Abend hat Joe (Joseph) mich zu den Scouts mitgenommen. Die Pfadfinder sind in England viel bekannter und beliebter als bei uns. Dort wurden lustige Spiele gemacht. Es hat mir gut gefallen. Im Sommer war Joseph 4 Wochen in einem Zeltlager der Scouts, wo sich Kinder aus ganz England treffen.
Samstag, 20.September
Das Wochenende verbrachten wir die ganze Zeit bei unseren Gastfamilien. Es wurde also 2 Tage lang kein einziges Wort deutsch gesprochen. Ich war überrascht, dass es so gut ging. Am Samstagvormittag ging ich mit Joe zum Tennis. Er spielt gerne Tennis und Fußball. Ich bin Basketballspieler und hatte ein paar Probleme beim Tennisspielen. Es war aber prima, dass ich so mal eine andere Sportart kennen gelernt habe. Nach dem Mittagessen, das mir immer sehr gut geschmeckt hat, ist Joes Vater mit uns und dem kleinen Anthony in den Freizeitpark Legoland nach Winsor gefahren. Dort konnte man viele tolle Legomodelle bestaunen und auch Karussell fahren. Abends haben wir meistens noch Fernsehen geguckt oder gespielt. Ich hatte auch viel Spaß mit dem kleinen Anthony, der sehr lustig war. Es war insgesamt wieder ein sehr schöner Tag.
Sonntag, 21. September
Am Sonntag nach dem Frühstück haben wir einen Spaziergang zur Themse gemacht. Bei schönstem Wetter sind die Schiffe vorbei gefahren. Besonders interessant fand ich noch eine Schleuse. Nachmittags ist die ganze Familie mit mir zur Bowlingbahn gefahren. Wir Kinder haben gegen die Eltern gewonnen. Das Wochenende ist so schnell vergangen und ich habe schon richtig gut verstanden was gesprochen wurde.
Montag, 22. September
Morgens um 8:30 Uhr haben wir uns alle wieder in der Schule getroffen. Wir gingen zu Fuß nach Windsor um dort den Tag zu verbringen und das Eton College zu besuchen. Als wir das Windsor Castle bestaunten warteten wir auch auf die Wachablösung, die aber nicht stattfand. Danach hatten wir 2,5 Stunden Freizeit, in der wir mit Hilfe unserer Austauschpartner Souvenirs gekauft haben. Wir gingen auch noch an die Themse und fuhren mit dem Riesenrad. Nachmittags besuchten wir dann das Eton College. Wir hatten eine tolle Führung, die uns zum Beispiel das erste Klassenzimmer, das es in der Schule je gab, gezeigt hat. Dann wurde noch die Schulkapelle und ein Museum besichtigt. Im Museum sahen wir einen interessanten Film über das Eton College. Von den Schülern wird sehr viel Disziplin und Fleiß erwartet. Interessant waren auch die altmodischen Schuluniformen. Die Schüler am Eton College, d.h. deren Eltern müssen sehr viel Geld für die gute Ausbildung bezahlen. Deshalb gehen dort nur Kinder reicher Eltern z.B. auch aus der Königsfamilie zur Schule. Insgesamt war es ein sehr spannender Tag in Windsor und wir hatten kaum noch Probleme mit der Sprache.
Dienstag, 23.September
Der Dienstag hat mir besonders gut gefallen. Morgens haben wir das Gebäude der Slough Grammar School kennen gelernt. Von der Schule aus fuhren wir mit dem Zug noch einmal nach London. In London besuchten wir noch viele Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Covent Garden. Zwischendurch hatten wir auch freie Zeit um selbst die Stadt zu erkunden. Dabei waren unsere englischen Freunde eine große Hilfe und wir hatten viel Spaß. Am Dienstag-abend musste ich dann schon meine Tasche packen, denn am Mittwoch sollten wir schon um 6:30 Uhr an der Schule sein. Ich habe mich deshalb schon abends von der Familie verabschiedet.
Mittwoch, 24.September
Ungewöhnlich früh trafen wir uns in der Schule. Hier haben wir uns von unseren Partnern verabschiedet. Wir waren traurig, weil die Zeit so schnell vorbei war. Ich wäre gern noch eine Woche geblieben. Besonders gefreut habe ich mich, dass Joes Vater mich eingeladen hat noch einmal zu kommen. Zum Abschied bekam ich noch eine Tüte mit den sensationell schmeckenden Bonbons, die man nur dort kaufen kann.
Insgesamtwar der Schüleraustausch ein tolles Erlebnis für mich. Auch alle anderen Kinder unserer Gruppe waren begeistert.
Der Tagesablauf in den englischen Familien, besonders in der die ich besucht habe, unterscheidet sich nicht besonders von dem einer deutschen Familie. Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt und war auch ähnlich wie bei uns.
In der Schule geht es ziemlich streng und diszipliniert zu. Das Tragen der Schuluniform fand ich ganz gut, weil die einheitliche Kleidung ganz praktisch ist, eben wie Arbeitskleidung. Der Schultag wäre mir aber zu lang. Für die Freizeit in der Familie bleibt nur Zeit am Wochenende.
Christoph Betge |