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Weiße Handschuhe für den Bürgermeister Moskauer Austauschschüler zum Besuch im Rathaus
Am Dienstagabend wurde sie wurden von ihren Gastgeberinnen und Gastgebern schon sehnsüchtig erwartet und gegen 21 Uhr abends entsprechend herzlich begrüßt. Die Schülerinnen und Schüler der 1004. Moskauer Partnerschule haben ihren „Gegenbesuch“ in Detmold begonnen. Trotz der späten Ankunft wurde in den Familien noch lange geplaudert, bevor am Mittwochmorgen die Schule und die Innenstadt besichtigt wurden.
Der Donnerstagmorgen startete mit einer Doppelstunde Informatikunterricht bei Schulleiter Wolfgang Kohlitz - selbstverständlich in DER Computersprache - Englisch. Die Stunden haben allen großen Spaß bereitet. Der Schulleiter zeigte sich entsprechend begeistert von der Ausdauer und Disziplin der russischen Schülerinnen und Schüler.
Am späteren Vormittag ging es zur "offiziellen" Begrüßung ins Rathaus. Einer der traditionellen Veranstaltungspunkte, der nun im jährlichen Rhythmus schon zum vierten Mal begangen wurde. Ratsherr und erster stellvertretender Bürgermeister Gerd Röttgen begrüßte alle herzlich und gab den sehr gespannten und wissbegierigen Gästen viele interessante Informationen über unsere Stadt. Er dankte vor den russischen Lehrerinnen Galina Borisovna und Olga Vladimirovna sowie Wolfgang Kohlitz und für ihr persönliches Engagement bei diesem Schüleraustausch und betonte, wie wichtig der internationale kulturelle Austausch für Kennenlernen und Verständigung sei.
Danach befragt, was ihnen beim Rundgang durch Detmolds "City" besonders aufgefallen sei, äußerten viele Schülerinnen und Schüler, dass die Häuser so klein und gepflegt seien. „Um 21.00 Uhr abends war niemand mehr auf der Straße, keine Menschen und auch kaum Autos“, wunderte sich ein anderer Schüler. Kein Wunder, wenn man ganz anderes aus der Weltstadt Moskau gewohnt ist.
Galina Borisnovna bedankte sich für die Detmolder Gastfreundschaft und den wiederum so herzlichen Empfang. Sie hat schon mehrfach am Austausch teilgenommen. Dann überreichte sie Gerd Röttgen ein überaus kostbares Gastgeschenk: einen Bildband über den Kreml. Nicht nur höchst sorgfältig verpackt, sondern mit einem besonderen Extra zum Durchblättern ausgestattet.
Kein Wunder, dass der stv. Bürgermeister begeistert und gerührt zugleich ausführte: „So ein schönes Gastgeschenk habe ich noch nicht bekommen“. Mit den Worten „da muss ich jetzt sofort reingucken“, streifte er sich das "Extra", nämlich weiße Handschuhe über, um einige Seiten durchzublättern. Nicht nur dieser Bildband wird selbstverständlich in Ehren gehalten werden, sondern sicher auch dieser Morgen im Rathaus allen in angenehmer Erinnerung bleiben. GG 10/2008 |