Berufswahlorientierung an der Realschule I

 

Die Realschule I hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Schülerinnen und Schüler auf die Praxis in der Wirtschafts– und Arbeitswelt optimal vorzubereiten. Doch welche Fähigkeiten und Kenntnisse erwarten Arbeitgeber heute von den Bewerberinnen und Bewerbern?
 

Die Antwort auf diese Frage unterliegt vielen Faktoren. Unsere Gesellschaft  verändert sich mit wachsendem Tempo und Unternehmen werden immer stärker digitalisiert und mechanisiert. Innerhalb dieses Umfelds verändern sich auch die Kinder und Jugendlichen. Daher genügt es heute nicht mehr, Lernende mit gezieltem Fachwissen zu schulen, um diesen veränderten Anforderungen gerecht zu werden.
 

Da diese Entwicklung kontinuierlich fortschreitet, unterliegt auch die Berufswahlvorbereitung an der Realschule I einer ständigen Überprüfung und Optimierung. Um ein ganzheitliches Fortschreiten und keine punktuelle Entwicklung zu ermöglichen, greift das Berufswahlkonzept an der Realschule I fächerübergreifend und fächerverbindend.

 
Ferner sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur inner- sondern auch außerhalb der Schule Erfahrungen und Eindrücke sammeln können.

 

Unser Berufswahlkonzept enthält drei Schwerpunkte:

*      Ausbildung von allgemeinen und berufsspezifischen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen

*      Kompetenzfeststellung, Beratung und Bewerbertraining

*      Enger Kontakt zur Arbeitswelt, verbunden mit praxisnahen Eindrücken (z. B. Praktikum und Betriebserkundungen)

 

Einen detaillierten Überblick über das gesamte Berufswahlkonzept bietet unsere Gesamtdarstellung .

Einige Aktivitäten bestimmen das Profil unserer Berufswahlvorbereitung in besonderem Maße:

 

Betriebspraktikum:

 

Es hat seit 1980 das Bild der Realschule I entscheidend mitgeprägt. Wir gehörten damals damit zu den ersten Realschulen im Regierungsbezirk, die diesen Schritt taten, und bieten dieses Angebot seitdem durchgehend an.

Das dreiwöchige Betriebspraktikum ist ein Schwerpunkt unserer Berufswahlvorbereitung. Die Auswahl des Praktikumsplatzes geschieht in Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule. Unsere langjährigen Kontakte mit den Betrieben lassen uns heute auf eine beachtliche Zahl an Praktikumsplätzen zurückgreifen.
 

Im Praktikum können die Schülerinnen und Schüler die im Unterricht gewonnenen Kenntnisse über die Arbeitswelt an der betrieblichen Wirklichkeit überprüfen. Die Vorstellung vom „Traumberuf“ kann bestätigt oder revidiert werden. In Situationen der Selbsterprobung machen die Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen über die sachlichen Anforderungen der modernen Arbeitswelt an den Einzelnen oder an die Gruppe.
 

In der Nachbereitung werden die Erfahrungen aus dem Praktikum in Form von mündlichen und schriftlichen Berichten miteinander verglichen.
 

Schulberatung:

Frau Dinter, die für unsere Schule zuständige Berufsberaterin der Bundesagentur für Arbeit, kommt in jedem ersten Halbjahr zu einer Informationsveranstaltung in die 9. Klassen.

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Anja 1Sprechstunde: Frau Dinter bietet jeden 1.Montag im Monat (4.-6. Stunde) eine Schulsprechstunde an. Nach vorheriger Absprache mit den Fachlehrern, können Interessierte sich auf der Teilnehmerliste am Berufsorientierungsbrett eintragen (Ebene 2, langer Flur). Zusätzlich sollten die Schülerinnen und Schüler einen ausgefüllten Bogen mit ihren Stammdaten mitbringen, den sie im Sekretariat erhalten.

 

 

Berufsinformationszentrum (BIZ):

Zur Intensivierung der Kontakte mit der Berufsberatung besuchen die 9. Klassen das BIZ. Hier erhalten sie detaillierte Informationen zu einzelnen Berufen und wichtigen Faktoren der Berufswahl. Das BIZ und Veranstaltungen der Berufsberatung, z.B. die Aus- und Weiterbildungsmesse „Berufe live“, motivieren die Schülerinnen und Schüler, in eigener Initiative tätig zu werden.

Fachunterricht:

Die inhaltliche Vorbereitung auf das Praktikum findet im Rahmen des Fachunterrichtes statt. Ab Klasse 8/2 werden in diesem Rahmen verschiedene Aspekte behandelt; z. B. die Berufswahl zwischen den Zwängen des Arbeitsmarktes einerseits und den Wünschen, Neigungen und Fähigkeiten des Einzelnen andererseits.
 

Im Deutschunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, Bewerbungsschreiben und Lebenslauf inhaltlich und formal korrekt anzufertigen und das Verhalten im Vorstellungsgespräch zu üben. Daneben können die Arbeitsgemeinschaften Technik, Technisches Zeichnen und Handelsenglisch berufsvorbereitende Kompetenzen trainieren, z. B. durch Erwerb des LCCI-Zertifikats.
 

Im Informatikunterricht dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihren Berufs-findungsprozess durch die Erarbeitung einer Mappe, einem sog. My-Job-Pass. Neben dem identifizieren von Stärken und Neigungen, werden hier Berufswünsche recherchiert und Zertifikate gesammelt (z. B. vom Berufspraktikum, Schreibmaschinenkurs).

 

So erhalten die Lernenden einen Überblick über ihren Weg in das Berufsleben und können auch zukünftigen Arbeitgebern ein aussagekräftiges, vielfältiges und intensiveres Bild vermitteln. 

Exkursionen:

Berufe „zum Anfassen“ sind im Berufsorientierungsprozess von besonderer Bedeutung und bewirken nachhaltige Eindrücke bei den Schülerinnen und Schülern. Dazu gehören Betriebsbesichtigungen, Fahrten zu Berufswahlmessen und Ausstellungen (z.B. „My Job-OWL, Mädchenmesse, DASA /Dortmund).

Schulaktion „Berufswahl“:

Die Allianz-Versicherung hat eine Patenschaft für unsere Schule übernommen. Bausteine dieser Zusammenarbeit sind:

 

*      Online-Berufseignungstest mit qualifizierter und individueller Auswertung

 

*      Bewerberfachtag, an dem sich verschiedene Unternehmen und Institutionen (z.B. Kammern) in der Schule präsentieren; u.a. mit der Gelegenheit zum Training von Vorstellungsgesprächen oder zu Interviews/ Diskussionen mit Auszubildenden oder Ausbildern bzw. Ausbilderinnen verschiedener Branchen.

 

Kooperation mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg:

Das Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg arbeitet in mehreren Bereichen mit unserer Schule  zusammen:

*      RI goes DBB“

Das Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg bietet unseren Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 9 die Möglichkeit, dort während eines Schultages am Unterricht teilzunehmen.

*      Spanischunterricht

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 können an einem doppelstündigen Schnupper-Spanischkurs teilnehmen. Der Unterricht findet in den Räumlichkeiten und durch eine Lehrkraft des Dietrich-Bonhoeffer–Berufskollegs statt.

*      Schülerfirma

16 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen engagieren sich in einer Schülerfirma. Im Rahmen dieses Projekts erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Wirtschaft nach dem Prinzip „Learning by Doing“ zu begreifen. Die Nachhaltigkeit des Lernerfolgs ist in diesem Projekt von besonderer Bedeutung. Insbesondere die Förderung des Verständnisses für wirtschaftliche Zusammenhänge ist im Rahmen des normalen theoriegeleiteten Unterrichts kaum mit vergleichbarer Intensität zu erzielen.

Girls‘ Day:

Jährlich haben die Schülerinnen der 8. Klassen die Möglichkeit, einen Schnuppertag in einem Betrieb zu verbringen, der Berufe ausbildet, die oft als typisch männliche Arbeitsfelder angesehen werden (z.B. im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich). Dieser Praktikumstag findet immer am 3. Donnerstag im April statt.

Bei Fragen, Anmerkungen und Problemen können Schülerinnen und Schüler gerne Frau Hoffmeister (Koordinatorin für Schule und Beruf der Realschule I) ansprechen.

 

Hoffmeister /Gieseking 12/2009